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20.04.2018 15:00:47


99 % haben nach dem Schulaustritt eine Anschlusslösung

In Nidwalden wie auch in Obwalden beendeten diesen Sommer je 426 Jugendliche die obligatorische Schulzeit. In der Wahl einer Anschlusslösung zeigten sich dieses Jahr zwischen den beiden Kantonen minime Unterschiede. Knapp 89% beginnen eine Ausbildung, die zu einem Abschluss führt.

In Nidwalden entspricht der Anteil der beruflichen Grundbildung den früheren Jahren. In Obwalden ging der Anteil im Verhältnis zum Spitzenjahr 2015 wieder leicht zurück und pendelte sich im Vergleich der Vorjahre ein. Es wurden zwar praktisch gleich viele Lehrverhältnisse wie 2015 abgeschlossen, obwohl der Anteil der Schulabgänger/innen um 5% zurückging. Dafür stieg in Obwalden, im Gegensatz zu Nidwalden, der Anteil der Jugendlichen, die eine weiterführende Schule besuchen, markant an. Nach einem Rückgang im letzten Jahr wurde somit wieder ein ähnlicher Wert wie vor zwei Jahren erreicht.

Nidwaldnerinnen wie auch Obwaldnerinnen wählten 32 verschiedene Berufe. Im Vergleich zu 2015 wählten diesmal die Obwaldnerinnen geschlechtsuntypischere Berufe aus, z.B. Fachfrau Betriebsunterhalt, Zeichnerin, Logistikerin und Informatikerin.

186 Nidwaldner/innen beginnen ihre berufliche Grundbildung im eigenen Kanton, Obwaldner/innen sind es 198, was in beiden Kantonen etwa 70% entspricht und somit keine Änderung erfährt.

Ähnlichkeiten in beiden Kantonen
Ausbildungen, die zu einem Abschluss führen, stellen den Löwenanteil von fast 90 % dar. Das ist deutlich höher als in grösseren Kantonen.
Die jungen Männer wählten in Obwalden aus 55 Berufen, in Nidwalden aus 49. Somit ist das gewählte Spektrum der Obwaldner leicht grösser. Je 1 Obwaldner lernt Fachmann Gesundheit und Coiffeur, die Nidwaldner bleiben bei typischeren Berufen. Am meisten stiegen junge Männer in Nidwalden in die Berufe Elektroinstallateur, Kaufmann, Sanitärinstallateur und Zeichner ein, in Obwalden waren es Elektroinstallateur, Zimmermann, Kaufmann, Schreiner und Maurer. Junge Frauen wählten als erstes die Berufe Kauffrau, Fachfrau Gesundheit und Detailhandelsfachfrau, bevor in Obwalden im nächsten Rang mit Malerin ein handwerklicher Beruf, in Nidwalden weitere Gesundheitsberufe der Medizinischen Praxisassistentinnen und Dentalassistentinnen gewählt wurden.

Auffallend ist die Anzahl 2-jähriger Berufslehren mit eidg. Berufsattest EBA. Von allen abgeschlossenen Lehrverträgen wurden in Nidwalden wie in Obwalden nur gerade knapp 5% für EBA-Ausbildungen ausgestellt. Lehrbetriebe entscheiden sich bei schulisch schwächeren Jugendlichen eher für eine EFZ-Ausbildung, mit dem Risiko diese bei ungenügender Leistung in EBA umzuwandeln.

Die typischen Aupair-Welschlandjahre wurden nicht mehr oft gewählt. Vielmehr ent- schieden sich die vorwiegend jungen Frauen für Sprachaufenthalte im In- wie Ausland, die einen erhöhten schulischen Anteil aufweisen. Der Trend, vermehrt Praktikumsstellen ohne Schule im Bereich Kinderbetreuung anzutreten, bleibt bestehen. Sechs Jugendliche aus Nidwalden sowie neun aus Obwalden wählten diesen Weg mit der Begründung, für eine spätere Ausbildung als Fachfrau / Fachmann Betreuung sei dies Voraussetzung.

Wie bereits in den letzten Jahren konnten in beiden Kantonen nicht alle Lehrstellen besetzt werden, da es aus demografischen Gründen weniger Schulabgänger/innen gibt. Dies betrifft vor allem das Bau- und Baunebengewerbe, die Gastronomie, das Autogewerbe sowie weitere vorwiegend handwerkliche Berufe.

Bevor Jugendliche Zusagen für Lehrstellen erhalten, sollte ihre Berufswahl breit abgestützt sein. Der Berufswahlprozess braucht Reifungszeit und ist entwicklungsbedingt frühestens vor dem letzten Schuljahr abgeschlossen. Einige Zusagen erfolgten nun bereits im 8. Schuljahr. Beide Kantone empfehlen nach wie vor die Selektion im 9. Schuljahr, damit sich Schülerinnen und Schüler für den Berufswahlprozess genügend Zeit nehmen können.
 NWOW
Berufliche Grundbildung27364.1 %27965.5 %
Weiterführende Schulen9722.8 %9923.3 %
Zwischenjahre4911.5 %4410.3 %
Ohne Lösung71.6 %40.9 %
 426100 %426100 %



Weitere Infos
Detaillierte Angaben
zu Obwalden: www.ow.ch > ins Suchfenster „Schulende“ eingegeben
zu Nidwalden auf www.netwalden.ch > Aktuelles > Weiterlesen.

Kontakt/Rückfragen für beide Kantone:
Andrea Egli, Leiterin Berufs- und Weiterbildungsberatung OW, 041 666 63 43,  andrea.egli@ow.ch

Dokument MM_Schulenderhebung_2016.pdf (pdf, 109.9 kB)


Datum der Neuigkeit 13. Juli 2016

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